Götz Kubitschek ist wohl der bekannteste Intellektuelle der Neuen Rechten. Mit Weiße Nacht, dem hundertsten Band der Kaplaken-Reihe seines Verlags Antaios, legt er einen ungewöhnlichen Text vor: Um Politik im engeren Sinne geht es darin kaum. Vielmehr ist das Buch eine literarische Erzählung über rätselhafte Begegnungen, Reisen, Rausch, Heimat und eine Wirklichkeit, die sich der rein rationalen Vermessung entziehen soll.
Sebastian und Nils diskutieren das Buch gemeinsam mit dem Medien- und Performancekünstler Jonathan Lemke. Im Zentrum steht dabei Kubitscheks Verhältnis zu Ernst Jünger: Wie stark orientiert sich Weiße Nacht an der ersten Fassung von Jüngers Abenteuerlichem Herz? Ist Kubitschek dabei in eine „Imitationsfalle“ geraten? Und was verrät der Text über den Versuch, Metapolitik wieder stärker von der konkreten Parteipolitik zu lösen? In welchem Verhältnis stehen dabei Politik, Literatur und Ästhetik?
Dabei geht es um mehr als Literaturkritik. Die drei diskutieren, welche politi…
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