Für die meisten Parteien ist Kulturpolitik ein Nebenschauplatz. Nicht so für Hans-Thomas Tillschneider. Der kulturpolitischer Sprecher der AfD in Sachsen-Anhalt und einer der maßgeblichen Autoren des AfD-Wahlprogramms erklärt in seinem kurz vor der Landtagswahl veröffentlichten Buch, warum das so ist. Es geht ihm um weit mehr als Theaterförderung, Museen oder Denkmalschutz.
Tillschneider entwirft einen allumfassenden-allunterscheidenden Kulturbegriff, nach dem nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens Kultur sind. Im Zentrum steht dabei die Nationalkultur: Sie sei die Grundlage dafür, überhaupt zu sich selbst zu finden. Mit Arnold Gehlen, Ferdinand de Saussure und vor allem Martin Heidegger versucht Tillschneider, diesem Nationalismus eine philosophische Letztbegründung zu geben.
Wir diskutieren, was hinter diesem Kulturbegriff steckt und warum Tillschneiders Vorstellungen teilweise noch radikaler ausfallen als vieles, was wir bislang aus der Neuen Rechten gelesen haben. Kultu…
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