In den Tagen nach der Landtagswahl gibt sich die AfD selbstbewusst: Sie will den nächsten Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt stellen. Doch für eine absolute Mehrheit fehlen ihr drei Stimmen. Deshalb versucht sie derzeit, einzelne CDU-Abgeordnete auf ihre Seite zu ziehen, und spricht zugleich mit dem BSW über mögliche Formen der Zusammenarbeit. Von ihren zentralen Positionen will sie dabei allerdings nicht abrücken.
Wie realistisch ist es also, dass Ulrich Siegmund tatsächlich Ministerpräsident wird? Setzt die AfD auf Abweichler aus der CDU, auf eine Verständigung mit dem BSW oder auf eine Minderheitsregierung? Und will sie überhaupt um jeden Preis regieren?
In dieser Solo-Folge schaut Sebastian auf die Aussagen führender AfD-Politiker seit der Wahl und versucht, zwischen den Zeilen zu lesen. Denn öffentliche Auftritte, Interviews und Botschaften an die eigene Anhängerschaft ergeben nicht immer dasselbe Bild.
Es geht um Regierungslust und Regierungsangst – und mit Blick auf die noch anstehenden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern auch um strategische Kommunikation.
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