Die Identitäre Bewegung ist auf dem absteigenden Ast: weniger große Aktionen, weniger sichtbare Strukturen, weniger Aktive. Umso überraschender ist, dass gerade wieder an mehreren Stellen über ihr Verhältnis zur AfD gestritten wird.
In dieser Solo-Folge schaut Sebastian auf drei aktuelle Konflikte: Forderungen aus der AfD nach einem Verbot der Identitären Bewegung, die Ausladung Martin Sellners von der rechten Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle (Saale) und den Streit darüber, ob die IB weiterhin auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD stehen soll.
Dafür geht Sebastian zunächst einen Schritt zurück: Wofür stand die Identitäre Bewegung eigentlich? Warum waren Provokation, radikale Selbstfindung, spektakuläre Aktionen und eine moderne rechte Ästhetik für sie so wichtig? Und welche Funktion erfüllte die IB im größeren Projekt der radikalen Rechten?
Dann geht es um die Gegenwart: Erfüllt die IB heute überhaupt noch den Zweck von einst? Braucht eine AfD, die inzwischen vor allem politische Macht ausüben will, noch Aktivisten, deren Stärke vor allem in Provokation und Diskurspolitik liegt? Oder haben andere Akteure der Identitären Bewegung längst den Rang abgelaufen?
Am Beispiel der Identitären Bewegung stellt sich eine grundsätzlichere Frage: Was passiert mit der Strategie der Provokation, wenn der Kampf um Macht zunehmend den Kampf um Aufmerksamkeit ersetzt?
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