Schon seit Jahrzehnten wird behauptet, die alte Aufteilung der politischen Lager in Links und Rechts hätten ihre Erklärungskraft verloren. Die Konflikte der Gegenwart verliefen längst entlang anderer Spaltungs- und Konfliktlinien. Genau hier setzt der Politikwissenschaftler Philip Manow an, den die FAZ kürzlich zum „Denker der Stunde“ adelte. In seinem neuen Buch Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats behauptet er, dass Europäisierung und Globalisierung eine neue politische Konfliktachse hervorgebracht haben – und dass sich mit ihr auch der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien besser verstehen lasse.
In dieser Kaderschmiede lesen wir Manows Buch, das im Mai im Verlag C.H. Beck erschienen ist. Zunächst diskutieren wir seine zentrale These: Löst sich die alte Links-Rechts-Achse tatsächlich auf? Oder überzieht Manow, wenn er die politischen Konflikte der Gegenwart vor allem als Gegensatz von Öffnung und Schließung beschreibt?
Relativ einig si…
Diese Episode mit einem 7-tägigen kostenlosen Probeabonnement anhören
Abonnieren Sie Über Rechts, um diesen Post anzuhören und 7 Tage kostenlosen Zugang zum vollständigen Post-Archiv zu erhalten.














