Schon vor sechs Jahren hat die Philosophin Eva von Redecker in einem Buch den Begriff „Phantombesitz“ vorgeschlagen, um zu begreifen, dass Menschen oder Gruppen etwas als ihr Eigentum verteidigen, das ihnen real gar nicht mehr oder nie wirklich gehörte: Meine Freiheit, mein Land, mein Schnitzel wird mir genommen – also verteidige ich es umso aggressiver.
Ausgehend von diesem Begriff setzt sich die Denkerin nun auch mit dem Faschismus auseinander. Sie schlägt vor, diesen als „liquidierende Phantombesitzverteidigung“ zu begreifen. Was sie damit genau meint, und ob Faschismus wirklich ein geeigneter Begriff ist, um die Phänomene der Gegenwart zu begreifen, das hat Sebastian bei einer Veranstaltung mit Eva von Redecker diskutiert.
Das Gespräch ist ein Mitschnitt der Buchvorstellung, die am 21. Mai auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Schauspielhaus Hamburg stattgefunden hat. Es ging dabei um ihr neues Buch Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus, das im März bei S. Fischer erschienen ist.
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