6 Kommentare
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Avatar von Heike Ellen

Wer einen "neuen Helmut Schmidt" sucht, wäre allerdings gut beraten, ihn nicht in einer in Teilen verfassungsfeindlichen Partei zu suchen, die in ihrem Wahlprogramm nicht den Funken einer sinnvollen Lösung für die drängenden Probleme unserer Zeit anbietet...

Avatar von Powl

So eine Aussage kann auch nur von jemand wie Martenstein kommen, ich finde wer der AfD zuhört und zustimmt kann nicht ernsthaft einen Schmidt wollen. Aber sowas ist für Springer-Kolumnisten wie Martenstein auch zu vernachlässigen, seine Aussage stimmt scheinbar AfD-Publikum versöhnlich und das ist für BILD wichtiger als die Wahrhaftigkeit der Aussage. Immerhin bekommt Springer durch Nius Konkurrenz von rechts und muss aufpassen, dass die Leserschaft nicht zu Reichelt wechselt.

Avatar von Hajo Zeller

Wer mit offenen Augen und Ohren durch dieses Land geht, hört und sieht, dass es dramatische Probleme in Deutschland gibt. In der Ökonomie, im Gesundheitswesen, bei der Einkommensverteilung, bei der Altenpflege, auf dem Wohnungsmarkt, bei der inneren Sicherheit, bei der Energieversorgung, beim Umweltschutz, bei der Infrastruktur (Straßenbau, Brückenbau, Stromtrassen, Bahnverkehr etc.). Viele Menschen haben schlicht und einfach den Eindruck, dass die in den letzten Jahrzehnten regierenden politischen Kräfte die bestehenden Probleme mehr verschleiern als lösen. Und zudem danach streben, die Bundesrepublik Deutschland mit aller Gewalt in einen Krieg mit Russland zu treiben.

Und so lange die anstehenden Probleme nicht einmal korrekt benannt werden, von der Lösung will ich erst gar nicht reden, so lange wird die AfD weiter an Zustimmung gewinnen.

Harald Martenstein sagte bei dem "Prozess gegen Deutschland" im Thalia-Theater in Hamburg: «Die AfD-Wähler – jedenfalls die meisten – wollen keine neuen Hitler. Sie wollen so etwas Ähnliches wie einen neuen Helmut Schmidt.»

Ein neuer Helmut Schmidt ist weit und breit nicht zu sehen. Also soll die AfD verboten werden. Auf die naheliegende Idee eine Politik im Interesse der Mehrheit der Menschen in diesem Land zu machen, um der AfD das Wasser abzugraben, auf diese Idee kommt innerhalb der politischen Klasse in Deutschland offensichtlich kaum jemand.

Avatar von Heike Ellen

Und die die drauf gekommen sind, werden trotzdem nicht gewählt, weil sie Social Media Manipulation nicht beherrschen, und die Bildzeitungspropaganda gegen sie ist... Solange Menschen sich beim Wählen auf "Gefühle" stützen, die ihnen durch vorgenanntes vermittelt wurden, gehen wir eben weiter voran in finsterste Zeiten.😢

Avatar von Timon

"Die Überraschung war groß..." wirklich? Erstaunlich!

"Ich bin kein Jurist, aber..." Na, das erklärt es vielleicht.

Das Urteil war absolut zu erwarten.

Dinge wie "grundsätzlichen Verschiebung von Staat und Gesellschaft in Richtung eines nationalistischeren..." anzuführen, zeigt wie verschoben der Blick der Linken mittlerweile ist.

Es ist nicht verboten rechts zu sein, es ist auch nicht verboten extrem-rechts zu sein, dementsprechend auch nicht eine Gesellschaft nationalistischer machen zu wollen - ein Glück! Diese Begriffe kennt das Gesetz gar nicht. Immer höre ich von Linken dass die AfD aber doch eine gesichert recht (sic!) extreme Partei sei - so what?

Avatar von Justus

Wie der sehr kluge Ferdinand von Schirach vor einiger Zeit schon angemerkt hat: ein Verbot der AfD wäre ein Armutszeugnis für unsere deutsche Politik, denn es zeige, dass wir es nicht geschafft hätten die Wähler dieser Partei durch gute politische Inhalte umzustimmen, sondern zum äußersten Mittel greifen mussten. Zu einem Instrument (Verbotsverfahren), dass an sich schon zutiefst undemokratisch ist.