Die AfD wollte immer gegen den Parteienfilz kämpfen. Der 17. Bundesparteitag der AfD in Erfurt zeigt jetzt eine Partei, die von Hinterzimmer-Diplomatie und Karrierenetzwerken geprägt ist.
Es ist mit der AfD wie mit vielen anderen Revolutionären Bewegungen. So hat es auch schon George Orwell in der Farm der Tiere anhand der Kommunisten beschrieben. Sie beginnen revolutionär und werden, dann oft das, was sie bekämpfen. So lief es in der französischen Revolution, die Kaiser Napoleon hervorbrachte, in der römischen Republik mit Cäsar oder auch beim Aufstieg des Christentums, das den Kaiserkult bekämpfte und anschließen direkt das Gottesgnadentum einführte.
Hallo Julian, interessanter Vergleich. Nur: Eine revolutionäre Bewegung im Sinne einer Überwindung der bürgerlich-kapitalistischen Ordnung ist die AfD nicht, auch wenn es ihr gelungen ist, sich als Anti-Establishment-Kraft zu inszenieren. Im Kern geht es ihr eher um einen Austausch des Establishments als um dessen prinzipielle Abschaffung.
Das ist korrekt, die AfD ist keine revolutionäre Bewegung im Sinne einer Überwindung der bürgerlich-kapitalistischen Ordnung. Das revolutionäre Element bei der AfD liegt eher im Versuch die liberalen Elemente und Eliten in unserer Gesellschaft zu überwinden. Ihre Ausrichtung ist ja eher hin zu einer "illiberalen Demokratie". Dabei müssen natürlich die Altparteien von SPD über Grüne und FDP bis hin zur CDU zerstört werden. Dies sind ja alle zu einem gewissen Teil liberal.
Diesen antikapitalistischen Anspruch hat die AFD nie gehabt. Aber revolutionär ist sie trotzdem. Genau das bedeutet ja deren Revolution. Austausch von Eliten. Siehe Vilfredo Pareto. Da der Souverän mit der bisherigen Elite maximal unzufrieden ist, hofft er eben nun auf ne andere Elite in Gestalt der AFD. 🤷♂️
Hallo Frank, ich weiß nicht, ob es an der KI, am Prompt oder an einem Missverständnis liegt. Im neuen Bundesvorstand sitzen jedenfalls einige Leute, die sich nach ihrem (teils abgebrochenen) Studium mehr oder weniger direkt ins Partei(amts)leben begeben haben. Ob sie alle in einem Kreißsaal geboren wurden, kann ich allerdings nicht mit Sicherheit sagen.
Schau dir etwa mal die Biografien von Maximilian Kneller, Micha Fehre, Alexander Jungbluth, Jean-Pascal Hohm, Dennis Hohloch und Sven Tritschler an.
Habe ich. Weil ich von Holm wusste, dass der Radiomoderator war. Scholz ist Lehrer wie Hohloch, Fehre gar kein Akademiker, Jungbluth immerhin Volkswirt (87 geboren, der muss irgendwas gemacht haben, AFD gibts erst seit 2013) und Tritschler Selbstständiger im Marketing.
Die sind alle viel zu alt für Kreissaal-Hörsaal-Plenarsaal. Die AFD gibts ja erst seit 2013.
Kneller scheint der einzige zu sein, auf den das passt. Der ist seit 2013 dabei, da war er 20.
Danke, Frank. Nur noch kurz zur Einordnung: Bei der häufig zitierten Formel „vom Kreißsaal in den Hörsaal in den Plenarsaal“ geht es m.E. nicht darum, ob jemand zwischendurch einmal ein oder zwei Jahre gearbeitet hat. Gemeint ist eher, ob jemand vor der Berufspolitikerkarriere wirklich mit beiden Beinen im Berufsleben stand. Bei den von mir genannten Personen dürfte genau das aus Sicht parteiinterner Kritiker mindestens fraglich sein.
(Zwei kleine Details noch: Scholz hatte ich gar nicht aufgelistet, und Holm sitzt nicht im Bundesvorstand – gemeint war Hohm).
Ich kenne mangels social media und TV ja gar keinen der Protagonist/innen. 🤷♂️ Ich lese immer nur drüber, wie erfolgreich die da sind. Mir wurde heute ne Rede von Tritschler auf youtube reingespült. Hab mal kurz reingeschaut. Ein Lahmarsch.
Man kann nur froh sein, das die (noch) keinen Lafontaine oder Wehner oder Strauss haben…. 🙈
Es ist mit der AfD wie mit vielen anderen Revolutionären Bewegungen. So hat es auch schon George Orwell in der Farm der Tiere anhand der Kommunisten beschrieben. Sie beginnen revolutionär und werden, dann oft das, was sie bekämpfen. So lief es in der französischen Revolution, die Kaiser Napoleon hervorbrachte, in der römischen Republik mit Cäsar oder auch beim Aufstieg des Christentums, das den Kaiserkult bekämpfte und anschließen direkt das Gottesgnadentum einführte.
Hallo Julian, interessanter Vergleich. Nur: Eine revolutionäre Bewegung im Sinne einer Überwindung der bürgerlich-kapitalistischen Ordnung ist die AfD nicht, auch wenn es ihr gelungen ist, sich als Anti-Establishment-Kraft zu inszenieren. Im Kern geht es ihr eher um einen Austausch des Establishments als um dessen prinzipielle Abschaffung.
Das ist korrekt, die AfD ist keine revolutionäre Bewegung im Sinne einer Überwindung der bürgerlich-kapitalistischen Ordnung. Das revolutionäre Element bei der AfD liegt eher im Versuch die liberalen Elemente und Eliten in unserer Gesellschaft zu überwinden. Ihre Ausrichtung ist ja eher hin zu einer "illiberalen Demokratie". Dabei müssen natürlich die Altparteien von SPD über Grüne und FDP bis hin zur CDU zerstört werden. Dies sind ja alle zu einem gewissen Teil liberal.
Haben wir identisch zur gleichen Zeit geschrieben 🤭
Diesen antikapitalistischen Anspruch hat die AFD nie gehabt. Aber revolutionär ist sie trotzdem. Genau das bedeutet ja deren Revolution. Austausch von Eliten. Siehe Vilfredo Pareto. Da der Souverän mit der bisherigen Elite maximal unzufrieden ist, hofft er eben nun auf ne andere Elite in Gestalt der AFD. 🤷♂️
‚Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal‘ ? Welcher von denen?
Hab mal alle von der KI recherchieren lassen. Da ist kein einziger mit so einer Karriere.
Hallo Frank, ich weiß nicht, ob es an der KI, am Prompt oder an einem Missverständnis liegt. Im neuen Bundesvorstand sitzen jedenfalls einige Leute, die sich nach ihrem (teils abgebrochenen) Studium mehr oder weniger direkt ins Partei(amts)leben begeben haben. Ob sie alle in einem Kreißsaal geboren wurden, kann ich allerdings nicht mit Sicherheit sagen.
Schau dir etwa mal die Biografien von Maximilian Kneller, Micha Fehre, Alexander Jungbluth, Jean-Pascal Hohm, Dennis Hohloch und Sven Tritschler an.
Habe ich. Weil ich von Holm wusste, dass der Radiomoderator war. Scholz ist Lehrer wie Hohloch, Fehre gar kein Akademiker, Jungbluth immerhin Volkswirt (87 geboren, der muss irgendwas gemacht haben, AFD gibts erst seit 2013) und Tritschler Selbstständiger im Marketing.
Die sind alle viel zu alt für Kreissaal-Hörsaal-Plenarsaal. Die AFD gibts ja erst seit 2013.
Kneller scheint der einzige zu sein, auf den das passt. Der ist seit 2013 dabei, da war er 20.
Danke, Frank. Nur noch kurz zur Einordnung: Bei der häufig zitierten Formel „vom Kreißsaal in den Hörsaal in den Plenarsaal“ geht es m.E. nicht darum, ob jemand zwischendurch einmal ein oder zwei Jahre gearbeitet hat. Gemeint ist eher, ob jemand vor der Berufspolitikerkarriere wirklich mit beiden Beinen im Berufsleben stand. Bei den von mir genannten Personen dürfte genau das aus Sicht parteiinterner Kritiker mindestens fraglich sein.
(Zwei kleine Details noch: Scholz hatte ich gar nicht aufgelistet, und Holm sitzt nicht im Bundesvorstand – gemeint war Hohm).
Ich kenne mangels social media und TV ja gar keinen der Protagonist/innen. 🤷♂️ Ich lese immer nur drüber, wie erfolgreich die da sind. Mir wurde heute ne Rede von Tritschler auf youtube reingespült. Hab mal kurz reingeschaut. Ein Lahmarsch.
Man kann nur froh sein, das die (noch) keinen Lafontaine oder Wehner oder Strauss haben…. 🙈